Begünstigt eine Schwangerschaft die Entstehung von Cellulite?

Ohne Cellulite durch die Schwangerschaft

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Eine Schwangerschaft ist wohl die schönste Zeit im Leben einer Frau. Da nimmt Frau auch gerne in Kauf, dass ihr Körper sich während der Schwangerschaft etwas verändern wird: größere Brüste, ein paar Kilos da und dort, eventuell Wassereinlagerungen. Allerdings denken viele Frauen nicht daran, dass auch die Cellulite sich werden der Schwangerschaft verschlimmern oder sich überhaupt das erste Mal zeigen kann.

Wie entsteht Cellulite?

Cellulite ist eine Veränderung des Fettgewebes im Oberschenkel- und Gesäßbereich von Frauen. Das weibliche Hormon Östrogen ist verantwortlich für die Entstehung und Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, aber auch für die Fettansammlung an den typisch weiblichen Problemzonen. Das Östrogen wirkt indirekt auf das die Fettzellen umgebende Kollagen ein und sorgt dafür, dass es abgebaut wird. Dadurch verschwinden die Kollagenstränge, die die Fettzellen umgeben und die Fettzellen können sich in Richtung der Hautoberfläche ausbreiten. So bildet sich nach und nach das Erscheinungsbild der Cellulite hervor.

Verstärkt eine Schwangerschaft Cellulite?

Eindeutig ja! Viele Punkte, die die Entstehung von Cellulite begünstigen, treten gemeinsam in der Schwangerschaft auf: vermehrtes Östrogen im Körper, recht schnelle Gewichtszunahme, starke Dehnung der Haut, insbesondere im Bauchbereich („Schwangerschaftsstreifen“). Insgesamt sorgt der veränderte Hormonhaushalt dafür, dass vermehrt Fett eingelagert und das Bindegewebe somit aufgelockert wird.

Wie komme ich ohne Cellulite durch die Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft solltest du dich stark auf die Körperpartien konzentrieren, die durch die Schwangerschaft am meisten „beansprucht“ werden: Bauch, Po, Oberschenkel. Es gibt spezielle Cremes und Öle, die bei regelmäßiger Anwendung helfen, Cellulite zu vermeiden und dabei auch noch gegen die gefürchteten Schwangerschaftsstreifen wirken. Sinnvoll ist es, diese Produkte sorgfältig einzumassieren, denn das Massieren regt die Durchblutung der Haut an. Eine rege Blutzirkulation hilft dabei, das Bindegewebe straff zu halten. Hier helfen neben Cremes und Ölen auch Peelings und spezielle Massagehandschuhe, mit denen die Problemzonen am besten täglich behandelt werden. Massagen fördern die Durchblutung und sorgen so für ein schönes Hautbild.

Auch in der Schwangerschaft solltest du möglichst auf Ernährung und Bewegung achten. Nahrungsmittel, die das Bindegewebe von innen stärken, sind beispielsweise Vitamin-C-Bomben wie Erdbeeren, Kiwis oder Paprika. „Entschlackende“ Lebensmittel wie Brokkoli, Blumenkohl oder Spargel helfen, das Wasser aus dem Körper abzutransportieren. Du solltest außerdem möglichst viel trinken. Als Nahrungsergänzung unbedenklich in der Schwangerschaft ist außerdem Kieselsäure, die das Bindegewebe festigt und Cellulite bekämpft. Auch hier hast du direkt einen zusätzlichen Effekt: Kieselsäure kann auch helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen!

Von Vorteil ist es außerdem, in der Schwangerschaft nicht zu viel zuzunehmen. Natürlich sollen auf keinen Fall Diäten gemacht werden, denn eine niedrige Kalorien- und Nährstoffzufuhr könnte die Entwicklung deines Babys beeinträchtigen. Achte aber darauf, dich gesund und ausgewogen zu ernähren und die Gewichtszunahme im Rahmen zu halten. Ideal ist es natürlich, wirklich nur das eigentliche „Schwangerschaftsgewicht“ zuzunehmen, also eben das, was dein Baby mitsamt Blutvolumen, Mutterkuchen, Fruchtwasser, etc. wiegt. In der Regel wird angenommen, dass dieses Gewicht insgesamt 9 Kilo ausmacht.

Neben der richtigen Hautpflege und einer gesunden Ernährung kannst du auch durch Sport gegenwirken oder vorhandene Cellulite bekämpfen. Wenn du schwanger bist, setze am besten auf schonende Sportarten wie Radfahren, Walken, Wandern und Schwimmen. Sport in der Schwangerschaft ist wichtig und wird auch von Ärzten empfohlen. Du tust dabei nicht nur etwas gutes für deine Haut und beugst Cellulite, einer starken Gewichtszunahme und Schwangerschaftsstreifen vor, sondern reduzierst auch das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck. Daneben sollen Frauen, die sich auch während der Schwangerschaft regelmäßig bewegt haben, in der Regel eine leichtere Geburt durchleben. Also nichts wie los, Turnschuhe an und raus an die frische Luft!

Und wenn die Cellulite doch kommt?

Sollten alle Bemühungen nichts helfen, und Cellulite dennoch entstehen, gibt es ein paar Dinge, die Frau nach der Geburt gegen Cellulite tun kann. Sobald die Kilos nach der Schwangerschaft schwinden, verschwindet oft auch die Cellulite. Ist die Cellulite erstmalig in der Schwangerschaft aufgetreten, ist es gut möglich, dass das vor allem an dem veränderten Hormonhaushalt liegt und die Cellulite von selbst wieder abklingt. Wenn das so ist, Glück gehabt!

Achte außerdem weiterhin gut auf deine Ernährungsweise, trinke reichlich Wasser und mache möglichst viel Sport. Zusätzlich helfen spezielle Anti-Cellulite-Lotions, die zwar keine Wunder bewirken, aber die Haut straffen und durchbluten. Weitere Tipps und Tricks sowie sinnvolle Maßnahmen gegen Cellulite findest du natürlich hier auf unserer Seite.

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