Schwangerschaftsstreifen vorbeugen trotz Bindegewebsschwäche

Ohne Streifen durch die Schwangerschaft

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Du hast Cellulite und vielleicht auch bereits einige Schwangerschaftsstreifen bzw. Dehnungsstreifen, bist nun schwanger und hast Sorge, dass noch mehr Streifen dazukommen? Es gibt keine 100%ige Garantie, dass die Streifen sich nicht bilden. Tatsächlich kann man aber einiges tun, um den unschönen Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

Bindegewebsschwäche und Schwangerschaftsstreifen

Wer stark von Cellulite betroffen ist, hat häufig auch mit Schwangerschaftsstreifen zu kämpfen. Wenn die Streifen einmal da sind, verschwinden sie nie wieder. Zwar verblassen die anfangs bläulich rot schimmernden Schwangerschaftsstreifen, auch als Dehnungsstreifen bekannt, mit der Zeit, doch komplett weg bekommen wir sie nicht mehr. Kein Wunder also, dass die meisten Frauen in der Schwangerschaft Angst vor der Streifenbildung haben. Frauen, die ohnehin unter Cellulite leiden und vielleicht sogar bereits Streifen an Po, Oberschenkeln, Brust oder gar am Bauch haben, sorgen sich besonders stark. Denn auch die Neigung zu Schwangerschaftsstreifen ist auf ein eher schwaches Bindegewebe zurückzuführen und hat damit einen ähnlichen Entstehungsgrund wie Cellulite. Was kann man also tun, wenn man schwanger ist, sich aber vor neuen Dehnungsstreifen fürchtet?

In der Schwangerschaft den Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Einer der wichtigsten Punkte ist, sofort nach Feststellung der Schwangerschaft mit der gezielten Hautpflege zu beginnen und nicht auf verunsichernde Kommentare wie „da kannst du eh nichts gegen machen“ oder „die kommen sowieso“ zu hören. Als ich selber vor Kurzem schwanger wurde, machte ich mir – nach anfänglicher Freude – natürlich schon Sorgen, ob mein Bindegewebe diese Strapazen aushält. Da ich selbst nicht mit dem stärksten Bindegewebe gesegnet bin, war diese Sorge auch berechtigt. Ich habe im Netz recherchiert und fand überall nur solch demotivierende Kommentare. Oder derartige „das Wichtigste ist ja wohl, das es dem Kind gut geht, die Streifen sind da ja egal“….. Natürlich ist für jede werdende Mutter das Wichtigste, dass das Kind gesund auf die Welt kommt. Doch was hat das mit den Schwangerschaftsstreifen zu tun oder mit der Tatsache, dass viele Frauen aktiv etwas unternehmen wollen, um diesen vorzubeugen? Also lass dich bitte nicht von derartigen Aussagen verunsichern. Der Wunsch, nach der Schwangerschaft wieder weitestgehend so auszusehen, wie vor der Schwangerschaft, ist absolut verständlich. Und ja, ich habe viel getan, um Dehnungsstreifen am Bauch, Hüfte und Brust vorzubeugen. Meine Schwangerschaft ist nun vier Monate her und ich habe keinen Streifen bekommen.

Wann und wieso entstehen Schwangerschaftsstreifen?

Östrogen und Cellulite
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Während der Schwangerschaft ist die Haut extremen Bedingungen ausgesetzt. Nicht wenige Schwangere bringen es bis zum Ende der Schwangerschaft auf Bauchumfänge von 115 cm und mehr. Die Haut in dieser Region wird teilweise so stark gedehnt, dass sie juckt, schmerzt und der Ausdehnung irgendwann nicht mehr standhalten kann. Sie reißt also ein, bzw. trennen sich die feinen kollagenen Fasern des Bindegewebes voneinander. Dieser Effekt wird als Schwangerschaftsstreifen sichtbar. Zuerst leuchten die Streifen blau-rötlich und sind wirklich auffällig. Im Laufe der Monate und Jahre verblassen die Schwangerschaftsstreifen und werden weißlicher, sodass sie nicht mehr so stark auffallen. Komplett verschwinden tun sie aber nie, denn es handelt sich schlichtweg um bleibende Narben im Bindegewebe.

Bei einigen Schwangeren bilden sich die Streifen recht früh, sobald die ersten eindeutigen Rundungen zu sehen sind. Die meisten schwangeren Frauen berichten aber, dass die Streifen ganz am Ende der Schwangerschaft erschienen sind (im letzten Trimster). Teilweise sogar noch am letzten Tag. Dies ist natürlich besonders bitter. Da gerade am Ende einer Schwangerschaft das Baby nochmals einen ordentlichen Wachstumsschub durchläuft und somit auch der Bauch in wenige Wochen oder Tagen wächst, kommt es in diesem Zeitraum am häufigsten zum Einreißen der Haut. Übrigens kann es nicht nur am Bauch zu Schwangerschaftsstreifen kommen, sondern auch an den Brüsten, Hüften und Oberschenkeln. Viele Schwangere lagern in der Schwangerschaft enorm viel Wasser ein oder nehmen generell einiges zu, sodass eben auch die Haut an diesen Bereichen gedehnt wird.

Maßnahmen zur Vermeidung von Schwangerschaftsstreifen während der Schwangerschaft

Auch ich wollte unbedingt die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen verhindern. Und jetzt, vier Monate nach meiner Schwangerschaft, stelle ich fest, dass ich es geschafft habe. Es gibt einige Punkte, die ich während meiner Schwangerschaft beachtet habe, wobei meiner Meinung nach der Wichtigste war, dass ich nicht zu viel zugenommen habe. Etwa 11 kg waren es am Ende. Die Haut muss sich ohnehin schon so stark dehnen, da muss man sie nicht auch noch mit zusätzlichen Fetteinlagerungen belasten. Natürlich sollte in der Schwangerschaft keine Diät betrieben werden, doch ein wenig auf die Ernährung zu achten, ist sicher nicht verkehrt. Dazu habe ich meine Haut von Anfang an mit speziellen Cremes und Ölen gepflegt, anfangs einmal täglich, etwa ab dem sechsten Monat dann zwei- bis dreimal täglich. Bürstenmassagen, Wechselduschen und Knetmassagen der Haut habe ich ebenfalls gemacht. Dazu kamen eine gesunde Ernährung und die Einnahme von Silicea von Hübner.

Welche Produkte können Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Es heißt oft, keine Creme und kein Öl könnte helfen, den Streifen sicher vorzubeugen. Aber: ausprobieren sollte man es auf jeden Fall. Ich habe Creastrian Plus der Firma CREADERM und das Weleda Schwangerschaftsöl verwendet. Ein solches Pflegeöl kann man sich auch einfach selber machen. Dazu machte ich mindestens einmal täglich Zupfmassagen, Bürstenmassagen und hin und wieder auch Wechselduschen.

Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen

  • Täglich mindestens einmal, besser zweimal cremen und ölen und dabei das Produkt mittels Zupfmassage einmassieren
  • Wechselduschen und Bürstenmassagen, um die geforderten Hautpartien zu durchbluten
  • Silicea von Hübner einnehmen
  • Die Haut niemals austrocknen lassen, da sie dann schneller reißt –> Schwangerschaftsbalsam selber machen
  • Gesund ernähren, viele Vitamine (besonders Vitamin E und C sind wichtig für das Bindegewebe)
  • Etwas auf das Gewicht achten
  • Sportlich bleiben (spezielle Kurse für Schwangere besuchen oder leichtes Training)

Was bringt das alles?

Mir haben all diese Dinge geholfen, die Schwangerschaft ohne Streifen zu überstehen. Ich bin überzeugt davon, dass man die Streifen mit konsequenter Anwendung zumindest einiger dieser Tipps fernhalten oder zumindest deren Ausprägung abmildern kann. Doch auch das konsequente Einhalten dieser Maßnahmen ist natürlich trotzdem keine Garantie dafür, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Ich bin aber der Meinung, dass wenn die Streifen dann doch kommen, man zumindest zu sich selbst sagen kann, dass man alles versucht hat. Und das ist immer noch besser als sich später eingestehen zu müssen „ach hätte ich mal mehr getan“.

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