Was Cellulite und Dehnungsstreifen gemeinsam haben

Schwangerschaftsstreifen und Orangenhaut

schwangerschaftsstreifen und orangenhaut
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Nicht nur Frauen nach der Schwangerschaft haben mit den sogenannten Schwangerschaftsstreifen zu kämpfen. Auch Frauen, die noch gar nicht schwanger waren, leiden oft unter den unschönen Hautrissen. Wenn keine Schwangerschaft vorlag, bezeichnet man die Risse aber als Dehnungsstreifen. Dieser Begriff beschreibt das Erscheinungsbild schon sehr gut, denn infolge einer Überdehnung der Haut kann es zu Rissen im Gewebe kommen. Doch was haben solche Dehnungssteifen bzw. Schwangerschaftsstreifen mit Cellulite zu tun?

Unschöne Streifen als Folge einer übermäßigen Dehnung

Während einer Schwangerschaft ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu Rissen kommt. Durch die Hormone ist die Elastizität der Haut vermindert und diese muss sich dazu noch in kurzer Zeit extrem dehnen. Schnell kann es somit passieren, dass Risse in der Unterhaut entstehen. Schwangerschaftsstreifen sind eine Laune der Natur, der wir leider meistens (fast) hilflos ausgeliefert sind. Denn ebenso wie die Cellulite entstehen auch Schwangerschaftsstreifen, wenn ein schwaches Bindegewebe vorhanden ist. Daher haben Frauen, die zu Cellulite neigen, auch oft eine Veranlagung zu Dehnungsstreifen. Besonders bei Übergewicht treten gerne beide kosmetischen Probleme auf. Aber auch junge, recht schlanke Frauen leiden häufig unter Dehnungsstreifen und Cellulite. Das hängt oft auch mit den Hormonen zusammen. Mädchen in der Pubertät bekommen daher auch schnell Dehnungsstreifen, wenn sie gerade einen Wachstumsschub durchlaufen.

Dehnungsstreifen entstehen also durch eine Überdehnung der Haut. Die Risse in der Unterhaut sind irreparabel, sie vernarben mit der Zeit und die Farbe der Risse verändert sich von bläulich-rot zu weiß. Wenn die Dehnungsstreifen erstmal weiß sind, fallen sie nicht mehr ganz so stark auf. Es ist leider auch heute immer noch so, dass wir gegen die Schwangerschaftsstreifen nichts machen können. Einmal da gehen sie nie wieder weg! Therapien, Cremes und Co. helfen lediglich dabei, die Streifen schneller verblassen zu lassen. Die beste Möglichkeit heißt daher: vorbeugen und verhindern, dass weitere Dehnungsstreifen entstehen!

Dehnungsstreifen vorbeugen

Wie erklärt handelt es sich bei den Dehnungsstreifen um die Folge einer Bindegewebsschwäche in Verbindung mit einer Überdehnung der Haut. Wenn du Cellulite hast, kannst du davon ausgehen, dass auch du zu den Streifen neigst, auch wenn du aktuell vielleicht noch nicht von Schwangerschaftsstreifen betroffen bist. Denn auch die Cellulite entsteht in Folge einer Bindegewebsschwäche.

Oder hast du sogar Orangenhaut und Dehnungsstreifen? Dann bist du damit wirklich nicht alleine. Akzeptiere, dass die Streifen nun da sind, sie gehen nicht wieder weg. Du kannst jetzt aber aktiv etwas tun, um weiteren Dehnungsstreifen vorzubeugen und zudem der Cellulite den Kampf anzusagen. Das Wichtigste, um Dehnungsstreifen vorzubeugen, ist, das Körpergewicht konstant zu halten. Achte darauf, nicht zuzunehmen. Vor allem, wenn du plötzlich schnell zunimmst – und wenn es nur 2 bis 3 kg sind – kann es zu Hautrissen kommen. Daher sollte eine Gewichtszunahme vermieden werden. Dieser Punkt ist auch dann wichtig, wenn du Cellulite hast. Denn je dicker das Unterhautfettgewebe ist, desto mehr Cellulite tritt auf. Wenn du abnehmen möchtest, tue dies langsam und gesund. Radikaldiäten sind schlecht für die Haut, sie wird schlaff und die Dellen und auch die Streifen werden dadurch nicht schöner.

Außerdem solltest du damit beginnen, dich gesund zu ernähren. Wenn du ausgewogen ist, wird der Körper – und auch die Haut – optimal mit allen Nährstoffen versorgt. Das ist auch für ein festes Bindegewebe notwendig. Du kannst somit auch von innen helfen, Cellulite und Dehnungsstreifen vorzubeugen. Generell gilt beim Kampf gegen die Dehnungsstreifen dasselbe wie zum Bekämpfen der Cellulite:

  • Pflege deine Haut mit Cremes und Ölen, um sie geschmeidig zu machen, die Durchblutung anzuregen und ein besseres Körpergefühl zu bekommen
  • Sorge für eine gute Durchblutung: mit Sport, Wechselduschen, Bürstenmassagen und weiteren Maßnahmen, die wir dir bei cellulite-richtig-behandeln.de vorstellen
  • Treibe Sport, um Fett abzubauen, die Muskeln zu kräftigen und die Haut zu straffen

Übrigens: auch eine Venenschwäche geht oft mit einer Bindegewebsschwäche einher. Ein normales Körpergewicht, viel Bewegung und eine gute Durchblutung sorgen auch für ein gesundes Venensystem. Du beugst mit allen genannten Maßnahmen also nicht nur Cellulite und Dehnungsstreifen vor, sondern auch unschönen Besenreisern und Krampfadern!

Was kann ich tun, wenn ich schwanger bin?

Östrogen und Cellulite
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Im Prinzip das gleiche. Achte auch während der Schwangerschaft darauf, nicht an Fett zuzunehmen. Zunehmen wirst du natürlich, das Gewicht, dass durch das Baby selbst, dein erhöhtes Blutvolumen, das Körperwasser und weitere Faktoren zustande kommt kannst und sollst du aber natürlich nicht vermeiden. Aber es ist durchaus sinnvoll, die Schwangerschaft nicht dazu zu nutzen, alles zu futtern was man möchte. Denn mit jedem zusätzlichen angefutterten Kilo steigt auch die Gefahr, dass die Haut überdehnt wird und reißt. Wenn du dich aber gesund ernährst und einfach „normal“ isst, ist das schon eine optimale Voraussetzung für eine gesunde Schwangerschaft.

Zusätzlich wird empfohlen, die Haut täglich zu massieren und einzuölen. Bewährt haben sich bei vielen Schwangeren auch Zupfmassagen in Kombination mit einem Körperöl. Zusätzlich kannst du innerlich vorbeugen und Kieselsäure einnehmen.

Doch leider ist passiert es trotz aller Bemühungen vielen Schwangeren, dass es dennoch zu den ungewünschten Streifen kommt. Wenn das auch bei dir so sein sollte, lass dich nicht entmutigen. Denn einige Monate nach der Geburt deines Kindes werden die Streifen schon viel blasser und weniger auffällig erscheinen.

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